Datenschutzerklärung

Stand: 6. September 2026

Verantwortlicher

Verantwortlich für die Datenbearbeitung auf dieser Website und für die Betreiber-Daten der Anwendung Checkpoint ist:

Einzelunternehmen Samuel Strässler, Schweiz
Kontakt: kontakt@checkpoint-edu.ch

Diese Erklärung richtet sich nach dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG). Für die Klassendaten öffentlicher Schulen gilt zusätzlich das Datenschutzrecht des jeweiligen Kantons (siehe «Zwei Rollen»).

Zwei Rollen — wer wofür verantwortlich ist

Für die Website, die Warteliste und die eigene Vertragsverwaltung ist Checkpoint selbst Verantwortlicher. Diese Bearbeitungen beschreibt der nächste Abschnitt.

Für die Daten deiner Klasse und den dienstlichen Kontobetrieb ist die Schule beziehungsweise der Schulträger Verantwortliche; Checkpoint handelt als Auftragsbearbeiter und bearbeitet diese Daten nur auf Weisung und auf Grundlage der Auftragsbearbeitungs-Vereinbarung (ABV) — nie für eigene Zwecke. Eltern und Kinder wenden sich für Auskünfte zu Klassendaten an die Lehrperson beziehungsweise die Schule; Anfragen, die uns direkt erreichen, leiten wir an die zuständige Schule weiter.

Daten, für die Checkpoint Verantwortlicher ist

Zugangsanbahnung und Vertragsverwaltung: E-Mail-Adresse, Angaben zu Schule, Ort und Kanton sowie Freischaltungs-Status, soweit sie der Einrichtung eines Zugangs und der eigenen Vertragskorrespondenz dienen. Der Betrieb eines dienstlich genutzten Kontos im Schulauftrag ist im folgenden Abschnitt beschrieben.

Nachweis der AGB-Annahme: Zu jeder Annahme der Nutzungsbedingungen speichern wir Konto, E-Mail-Adresse zum Zeitpunkt der Annahme, akzeptierte Version, Zeitpunkt und einen Prüfwert des akzeptierten Textes. Zweck: Beweissicherung des Vertragsschlusses. Grundlage: überwiegendes Interesse an der Rechtssicherheit; Aufbewahrung bis zum Ablauf der Verjährung (10 Jahre nach Vertragsende, Art. 127 OR).

Warteliste: E-Mail-Adresse, Bestätigungsstatus und Zeitpunkt des Eintrags (Double-Opt-In). Zweck: dich zu informieren, sobald dein Zugang bereit ist.

Kontakt: E-Mails an und von kontakt@checkpoint-edu.ch für Freischaltungen und eigene Vertragskorrespondenz. Soweit Supportanfragen Schuldaten betreffen, bearbeiten wir sie im Schulauftrag.

Technische Daten: Beim Aufruf der Website werden IP-Adressen kurzzeitig bearbeitet — für Betrieb, Sicherheit und die Begrenzung automatisierter Anfragen (Rate-Limiting).

Daten, die wir im Auftrag der Schule bearbeiten

Dienstliche Lehrpersonen-Konten: E-Mail-Adresse, Passwort als Hash, Schulzuordnung, Rollen, Einladungs- und Freischaltungsstatus sowie Login-Zeitpunkte für Authentifizierung, Zugriffsschutz und Betrieb im Schulauftrag. Dazu gehören Konto- und Einladungs-Mails sowie der optionale Wochen-Digest an Lehrpersonen. Dieser enthält aggregierte Zahlen ohne Kindernamen oder Freitexte; Abmeldung jederzeit möglich. Die dienstliche Empfängeradresse bleibt ein personenbezogenes Datum.

Lehrpersonen erfassen für ihre Klassen: Vornamen der Kinder (keine Nachnamen, keine Adressen, keine Fotos, keine Geburtsdaten), Lern- und Arbeitsdaten (Aufgabenfortschritt, Antworten auf Verständnis-Checks, kurze Text-Antworten), Selbsteinschätzungen (Check-in-Stimmung, Reflexionen, ein privates Lernjournal), pädagogische Beobachtungen (einschliesslich aufgabenbezogener Stichproben mit vereinbarten Nachbesserungen), Ergebnisse von Lernkontrollen (als Vergleichsanker zur formativen Einschätzung; Checkpoint ist keine Notenverwaltung — die Anker fliessen nicht in das Lernprofil ein) sowie — je nach aktivierten Funktionen — optionale Motivations-Daten (Punkte, Auszeichnungen und Anerkennungen unter Kindern), Klassenchat- und 1:1-Nachrichten, Fragen an den Lern-Coach, von der Lehrperson freigegebene Eltern-Wochenbriefe, einen binären Anwesenheits-Marker ohne Gründe, Kalender-Termine und Verhaltens-Notizen der Kodex-Methode. Der Kinder-Login führt einen Verlauf aus gekürzten technischen Pseudonymen (keine Klartext-IPs).

Aus den Lern- und Beobachtungsdaten entstehen ausserdem KI-formulierte Blick-Kurznotizen und Gutachten zur Lernbegleitung. Diese Texte liegen in der Kerndatenbank und sind in der Anwendung nur für die Lehrperson abrufbar, der die Klasse im System zugeordnet ist. Die gespeicherten Texte sind im Datenexport enthalten; ihre besondere Löschfrist steht unter «Aufbewahrung und Löschung».

Diese Daten dienen ausschliesslich der Unterrichtsarbeit der jeweiligen Klasse. Wir bearbeiten sie nur, um den Dienst bereitzustellen — ohne eigene Zwecke, ohne Werbung, ohne Verkauf und ohne Training von KI-Modellen. Massgeblich sind die Weisungen der Schule und die ABV; die vollständigen Datenkategorien, Speicherfristen und Unterauftragsbearbeiter sind im Datenschutz-Faktenblatt und in der ABV dokumentiert, die Schulen bei uns beziehen können (kontakt@checkpoint-edu.ch).

Lehrpersonen können weitere Lehrpersonen und schulische Fachpersonen, die an ihrer Klasse arbeiten (zum Beispiel Schulische Heilpädagogik), als Team-Mitglieder einladen. Team-Mitglieder haben ein eigenes Konto und sehen ausschliesslich den rollenbezogenen Ausschnitt der Klasse (zum Start: den Wochenplan mit Vornamen und Aufgaben der Kinder). Zugriffe und Änderungen von Team-Mitgliedern werden protokolliert. Die Mitgliedschaft endet spätestens am Schuljahresende und ist jederzeit widerrufbar.

Dienstleister und Auslandbekanntgabe

Die Kern-Datenhaltung (Datenbank, Login, Datei-Ablage) liegt in der EU. Einzelne Dienstleister haben ihren Sitz in den USA; pro Dienst gilt der angegebene Transfermechanismus:

  • Supabase — Datenbank, Login, Datei-Ablage. Datenhaltung: EU (Irland). Anbietergruppe mit Sitz ausserhalb der EU; Absicherung über EU-Standardvertragsklauseln mit Schweizer Anpassungen (Auftragsbearbeitungsvertrag abgeschlossen).
  • Vercel — Hosting und CDN (Anbieter USA). Absicherung: Swiss–U.S. Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln (Auftragsbearbeitungsvertrag im Pro-Plan).
  • Upstash — Zwischenspeicher von Abfrageergebnissen, Rate-Limiting und technische Zähler (Datenhaltung Dublin, Irland; US-Gesellschaft). Die Zwischenspeicher enthalten auch personenbezogene Klassendaten, beispielsweise Vornamen und Lernfortschritt; der Anbieter kann diese Inhalte im Klartext verarbeiten. Ablaufzeiten hängen von der Funktion ab: etwa 60 Sekunden für die Kinder-Startansicht und sechs Stunden für die Zuordnung der Tages-Ankeraufgabe. Technische Versionszähler je Klasse haben keine automatische Ablaufzeit. Absicherung: Swiss–U.S. Data Privacy Framework.
  • Resend — Versand von Transaktions-Mails (USA), bei dienstlichen Konto- und Klassenfunktionen im Schulauftrag. Mails enthalten Lehrpersonen-Adressen und gegebenenfalls aggregierte Zahlen, keine Kindernamen oder Kinder-Freitexte. Absicherung: Standardvertragsklauseln mit Schweizer Anpassungen.
  • Sentry — Fehler-Monitoring in der EU (de.sentry.io, Frankfurt). Filter begrenzen die übertragenen Informationen; personenbezogene Fehler- oder Kontextdaten sind trotzdem möglich. Soweit diese Schuldaten betreffen, erfolgt die Bearbeitung im Schulauftrag. US-Anbieter; Absicherung: Swiss–U.S. Data Privacy Framework.
  • OpenAI — KI-gestützte Auswertungen. Vertragspartei für Schweizer Kunden ist OpenAI Ireland Ltd; die Verarbeitung erfolgt in den USA mit Pseudonymisierung und Freitextfiltern (Grenzen siehe «KI-gestützte Auswertungen»). Absicherung: Standardvertragsklauseln mit Schweizer Anpassungen; kein Training mit API-Daten ohne gesonderte Datenfreigabe. Missbrauchsprotokolle können grundsätzlich bis zu 30 Tage aufbewahrt werden; längere Aufbewahrung ist nach den Anbieterausnahmen insbesondere bei rechtlichen Pflichten und Sicherheitsfällen möglich. Zero Data Retention für das Produktionsprojekt ist angefragt und noch nicht nachgewiesen.
  • Anthropic — zweite KI-Qualitätsprüfung von Aufgaben (USA). Übertragen werden Aufgaben-Inhalte (Thema, Fragetexte, Katalog-Einträge), keine automatisch beigefügten individuellen Lernprofile. Diese Eingaben sollen keine Personendaten enthalten; freie Aufgabentexte sind nicht technisch garantiert anonym.
  • Hostpoint — Domain und E-Mail-Postfach kontakt@ (Schweiz).
  • GitHub — auslaufende Sicherungskopien des am 6. September 2026 eingestellten Zweitbackups (USA). Das frühere Verfahren erstellte und verschlüsselte Datenbankexporte auf GitHub-Rechnern; dabei waren dort unverschlüsselte Daten und die Passphrase verfügbar. Die gespeicherten Backupdateien sind AES-256-verschlüsselt. Es werden keine neuen GitHub-Zweitbackups erstellt; die Ablaufdaten der vorhandenen Dateien reichen bis zum 11. Oktober 2026.
  • UptimeRobot — Verfügbarkeits-Überwachung (UptimeRobot s.r.o., Bratislava, Slowakei — EU). Prüft nur, ob die öffentlichen Seiten antworten; erhält keine Personendaten.

Eine detaillierte Subprozessoren-Liste mit Vertragsgrundlagen stellen wir Schulen auf Anfrage zu.

KI-gestützte Auswertungen

Einige Funktionen formulieren Texte mit Hilfe des KI-Dienstes OpenAI — etwa das Lern-Feedback nach einem Test, Förder-Vorschläge, die Vorsortierung von Text-Antworten, der Lern-Coach, der Wochenrückblick für das Kind oder der Entwurf des Eltern-Wochenbriefs (Letzterer erscheint erst nach Freigabe durch die Lehrperson). Coach-Antworten, der Wochenrückblick und bestimmte Lernrückmeldungen erscheinen direkt beim Kind ohne vorgängige Einzel-Freigabe. Dabei gilt ein striktes Prinzip der Datensparsamkeit:

Registrierte Kindernamen werden auf den namenstragenden KI-Pfaden serverseitig durch neutrale Platzhalter ersetzt («Kind A», «Kind B»). Diese Pseudonymisierung wird automatisiert getestet. Die Namenszuordnung bleibt bei Checkpoint. Individuelle Lernangaben und gefilterte Reflexionen bleiben Teil der Auswertung. Nicht registrierte Namen können im Freitext die KI erreichen; Wort- und Kontaktfilter mildern dieses Risiko. Vollständige Anonymität wird dadurch nicht zugesichert.

KI-Vorschläge sind Arbeitshilfen: Über schulische Belange entscheidet immer die Lehrperson beziehungsweise die Schule. Checkpoint trifft keine ausschliesslich automatisierten Einzelentscheide mit Rechtsfolge für Kinder. Klassenchat, Lern-Coach, Eltern-Wochenbrief und die täglichen Erinnerungs-Fragen sind pro Klasse abschaltbar; der Wochenrückblick ist fester Bestandteil der Wochen-Ansicht des Kindes. Chat-Nachrichten werden nie an KI-Dienste übermittelt. Nach den vertraglichen Zusicherungen von OpenAI werden über die Schnittstelle übermittelte Daten ohne gesonderte Datenfreigabe nicht zum Training der Modelle verwendet. Die zusätzliche ZDR-Klärung für den personenbezogenen KI-Einsatz bei Kindern unter 13 steht noch aus.

Cookies

Checkpoint verwendet ausschliesslich technisch notwendige Cookies für den Login (Session). Es gibt kein Tracking und keine Werbe- oder Analyse-Dienste.

Aufbewahrung und Löschung

  • Konto- und Klassendaten: bis zur Löschung durch die Lehrperson beziehungsweise bis zur Konto-Löschung (30 Tage Frist, danach endgültige Löschung inklusive aller Klassendaten).
  • Blick-Kurznotizen und Gutachten: Anzeige bis 30 Tage seit der letzten Generierung; danach Löschung aus der aktiven Datenbank im täglichen Löschlauf. Bei der Löschung des Kindes, der Klasse oder der endgültigen Konto-Löschung werden diese Texte unmittelbar mitgelöscht. Sicherungskopien laufen nach den unten genannten Backup-Fristen aus.
  • Chat-Nachrichten und Coach-Fragen: automatische Löschung nach 180 Tagen.
  • Login-Verlauf der Kinder-Anmeldungen: automatische Löschung nach 90 Tagen.
  • Verhaltens-Notizen der Kodex-Methode: hartes Löschritual pro Quartal (es bleibt nur ein Zähl-Beleg ohne Inhalt).
  • Nachweise der AGB-Annahme: 10 Jahre nach Vertragsende (Verjährung, Art. 127 OR).
  • Backups: tägliche Datenbank-Backups mit sieben Tagen Aufbewahrung. Bereits erstellte GitHub-Zweitbackups behalten übergangsweise ihre bisherige Ablaufzeit von 35 Tagen ab Erstellung. Das letzte Artefakt läuft gemäss GitHub-Metadaten am 11. Oktober 2026 ab; die Ablaufzeit ist kein Nachweis der physischen Löschung sämtlicher interner Anbieterkopien.
  • Wartelisten-Einträge: bis zur Einrichtung des Zugangs oder zur Austragung.

Deine Rechte

Du hast das Recht auf Auskunft (Art. 25 DSG), auf Datenherausgabe und -übertragung in einem gängigen elektronischen Format (Art. 28 DSG) sowie auf Berichtigung und Löschung; einer Bearbeitung kannst du widersprechen. Lehrpersonen exportieren die Daten ihrer Klassen bei verfügbarer Anwendung selbst in der App («Daten exportieren»). Für alles Übrige: kontakt@checkpoint-edu.ch — wir antworten so rasch wie möglich.

Aufsichtsbehörde für den privaten Bereich ist der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB). Für Klassendaten öffentlicher Schulen ist die Datenschutz-Aufsichtsstelle des jeweiligen Kantons zuständig; Anlaufstelle ist zunächst die Schule.

Änderungen

Diese Erklärung kann angepasst werden, wenn sich der Dienst oder die Rechtslage ändert. Es gilt die jeweils hier veröffentlichte, datierte Fassung; wesentliche Änderungen kündigen wir angemeldeten Lehrpersonen per E-Mail oder in der App an.